Nachwuchs-Roundup: Ein bittersüßes Wochenende
Trotz des Sieges gegen die ROTH Energie BBA Giessen 46ers endet für die NBBL die Saison vorzeitig. Die JBBL beendet die Hauptrunde mit einem intensiven Wochenende. Kooperationspartner SC Rist Wedel schlägt Herten.
Mit einem Sieg im Rückspiel gegen die ROTH Energie BBA Giessen 46ers hat die NBBL des Hamburg Towers e.V. ihre Saison in der Aufstiegsrunde sportlich erfolgreich beendet – und muss sich dennoch frühzeitig aus dem Wettbewerb verabschieden. Wie schon im Hinspiel, die Woche zuvor, fanden die Hamburger zunächst nur schwer in die Partie. Der defensive Druck war in der ersten Halbzeit nicht konstant genug und mit insgesamt 31 Turnovern leistete sich das Team deutlich zu viele Ballverluste. „Das ist selbst für NBBL-Verhältnisse einfach zu viel“, ordnete Head Coach Marian Schick nach dem Wochenende ein.



Dennoch bewiesen die Towers Moral und kämpften sich wie bereits im Hinspiel zurück. Schritt für Schritt ließen die Hamburger den Rückstand schmelzen und zeigten besonders nach dem Seitenwechsel die gewünschte Intensität. Im dritten Viertel verkürzten die Towers den Rückstand auf sechs Punkte und so war die Partie zwei Minuten vor Schluss wieder völlig offen. Am Ende erkämpfte sich die NBBL einen verdienten 82:86-Sieg. Dieser blieb jedoch bittersüß. Denn durch den Double-Overtime Sieg von Konkurrent Bremerhaven gegen Bonn entschied letztlich der direkte Vergleich gegen das eigene Weiterkommen und bedeutete somit das vorzeitige Hamburger Saison-Aus. „Das tut natürlich weh“, gab Schick offen zu, „aber hoffentlich ziehen wir die richtigen Lehren daraus. Jedes Spiel zählt.“
Lehrreiches Wochenende für die JBBL
Ein intensives Wochenende mit gleich zwei Partien gegen Zehlendorf liegt hinter der JBBL des Hamburg Towers e.V. Am Samstag ging es zunächst auswärts nach Berlin, ehe am Sonntag das Rückspiel in eigener Halle folgte. Dabei standen die Vorzeichen alles andere als optimal. Erstmals reiste das Team von Head Coach Leo Aris mit nur zehn Spielern an. „Das war für uns eine neue Situation“, erklärte Aris im Nachgang. Entsprechend schwer fand das Team in die Partie. Vor allem defensiv fehlte der Zugriff, Zehlendorf spielte konsequenten Team-Basketball und nutzte die Hamburger Unsicherheiten aus. Auch offensiv taten sich die Hamburger schwer, geplante Mismatches konnten kaum ausgespielt werden, klare Vorteile blieben ungenutzt. Mit zunehmender Spielzeit schwand auch das Selbstbewusstsein. Am Ende stand eine 78:66-Niederlage gegen starke Berliner Gastgeber, „die an dem Tag einfach besser waren“, so Leo Aris weiter.

Für das Rückspiel am Sonntag – zugleich das letzte Hauptrundenspiel der Saison – nahm sich das Team vor, ein anderes Gesicht zu zeigen und mit einem positiven Gefühl in die nächste Phase zu gehen. Vor dem Spiel setzte sich die Mannschaft noch einmal gemeinsam zusammen, sprach über ihre Identität und ihren Basketball – mit sichtbarem Effekt. Die Hamburger starteten mit einem 10:0-Lauf in die Partie und legten damit den Grundstein für einen deutlich konzentrierteren Auftritt. Insgesamt trat das Team als geschlossene Einheit auf, wuchs im Vergleich zum Vortag sichtbar zusammen und belohnte sich mit einem 79:67-Erfolg. So gelang den Hamburgern ein versöhnlicher Abschluss der Hauptrunde – „on a positive note“, wie Aris es formulierte. Bevor der volle Fokus auf die erste Playoff-Runde – voraussichtlich gegen Chemnitz – gerichtet wird, stehen am kommenden Wochenende noch die Hamburger Meisterschaften an.
